Wissenswertes zu Kakao

Kakaofr?chte wachsen direkt am Stamm"Xocolatl" - das Geschenk der Götter, so nannten die Azteken den Kakao - der Kakaobaum war den Indianern heilig.

Kaum ein Europäer dem Kakao kein Begriff ist - aber wer kennt die Geschichte, wie der Kakao nach Europa kam?

Der Weg dieses göttlichen Geschenkes bis in die Regale unserer Supermärkte war lang, beschwerlich aber auch interessant.Bereits im 16. Jahrhundert gelangte Kakao aus dem tropischen Amerika nach Spanien und von hier aus weiter nach Afrika und Asien. In Europa galt Kakao, innerhalb der Kirche, lange Zeit als verpöhnt und sündige "Venus-Speise".

Erst im 17. Jahrhundert wurde Kakao von der Kirche frei gesprochen und sogar als Fastenspeise akzeptiert. Zu den schon bekannten Kaffeehäusern gesellten sich nun auch sogenannte Schokoladen-Stuben, die sich allergrößter Beliebtheit erfreuten.
Kakao war allerdings so teuer, dass er nur den Wohlhabenden vorbehalten war. Da Kakao bis Mitte des 17. Jahrhunderts eher als Medizin galt, war Schokolade ausschließlich in Apotheken erhältlich.


1760 entstand die erste Schokoladenfabrik in Frankreich und 1765 in Deutschland, in Steinhude bei Hannover.
Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts wurde Schokolade ganz nach dem aztekischen Vorbild mit Wasser zubereitet, bevor man dann zu Milch und sogar Bier oder Wein überging.
Nach und nach wurde die Schokoladenherstellung dann schrittweise verbessert und auch der Herstellungsprozess vereinfacht. Das wiederum führte dazu, dass Kakao Anfang des 19. Jahrhunderts billiger angeboten werden konnte und auch für weniger Privilegierte zum Genussmittel wurde.
Während 1828 schon der erste große Fortschritt in der Kakaoherstellung gelang, eroberte die Schokolade trotzdem erst nach 1850 Russland und die nordischen Länder.

C.J. van Houten entwickelte als erster ein Verfahren, mit dem es gelang, die Kakaobutter von den Bohnen zu trennen, was die Schokolade bekömmlicher machte. 1875 wurde durch den Schweizer M. D. Peter die erste Milchschokolade kreiert. Die Schokoladenqualität verbesserte sich seither stetig und noch heute genießen Namen aus der Gründerzeit der Schokoladenfabriken Weltruhm, wie z. B. Suchard, Lindt, Sarotti, Sprengel oder Stollwerck.