Regenwurm

Regenwurm im ErdgangWeltweit existieren ca. 3000 Arten Regenwürmer (lat. Lumbricidae). Es gibt Arten, die gerade noch mit dem bloßen Auge sichtbar sind, bis hin zum 2 m langen Wurm, den Megascolides australis, einer in Australien vorkommenden Regenwurmart. In Deutschland sind ca. 39 verschiedene Arten bekannt.

Die Bezeichnung „Regenwurm“ findet ihren Ursprung im 17. Jahrhundert und bedeutet „reger Wurm“. Das der Regenwurm bei Regen den Boden verlässt, hat mit seinem Namen also nichts zu tun.

Erst dem englischen Naturforscher Charles Darwin (1809-1882) ist es zu verdanken, dass die Regenwürmer zu den wichtigsten Bodentieren gehören. Bis dahin galt der Regenwurm als Schädling, der Pflanzenwurzeln frisst und deshalb getötet wurde.

Die im Boden lebenden Regenwürmer ernähren sich ausschließlich von toten organischen Materialien. Sie haben keine Zähne und können nur Nahrung aufnehmen, die schon von Mikroben vorverdaut wurde. Pflanzenteile wie Blätter, Halme, Nadeln, aber auch kleine Federn saugt er mit seinem schlundähnlichen Mund an und zieht sie in seine Röhren. Außerdem fressen Regenwürmer Algen, Pilzmycelien, Einzeller und auch tierische Ausscheidungen.

Die Nahrung wandert vom Schlund in den "Muskelmagen". Hier wird sie zusammen mit kleinen Mineralteilchen, die der Wurm beim Fressen mit aufnimmt, feinst vermahlen und mit einem Verdauungssekret vermischt. Der Brei wandert zur weiteren Verdauung in den Darm und wird letztendlich als sogenannter Regenwurmkot ausgeschieden. Bei diesem Kot, der sogenannte Wurmhumus, handelt es sich um ein überaus nährstoffreiches Material, das erheblich zur Bodenverbesserung beiträgt.

Untersuchungen haben ergeben, dass der Regenwurmkot:

 

  • fünf bis sieben mal soviel pflanzenverfügbaren Stickstoff
  • sieben mal soviel Phosphor
  • elf mal soviel Kali
  • zwei bis fünf mal soviel Magnesium
  • zwei bis drei mal soviel Calcium
  • ein vielfaches an Strahlenpilzen (eine Bakterienart, die für die Gesunderhaltung des Bodens sehr wichtig ist)

 

enthält als normale Erde.

 

Beim Bau seiner Röhren "tapeziert" der Wurm die Wände mit seinem Kot aus und schützt sie so vor dem Zusammenstürzen. Für die Pflanzenwurzeln sind die mit dem Wurmhumus ausgekleideten Röhren das reinste Schlaraffenland. Ohne große Anstrengung können sie hinein wachsen und finden alle Nährstoffe vor. Diese Nährstoffe sind eisern gebunden und können nicht ausgewaschen werden. Allein die feinsten Haarwürzelchen der Pflanzen sind in der Lage diese Nährstoffe durch chemische Vorgänge aufzunehmen.

Übrigens - Regenwürmer scheinen Schokoplant Classic als Nahrung sehr zu mögen. Ob dabei eine ähnliche geschmackliche Präferenz wie bei uns Menschen ausschlaggebend ist, sei dahingestellt.